Der
Pfaffenstein in der Nationalparkregion
Der Pfaffenstein verkörpert als 434 m hoher Tafelberg mit
fast 12 ha Plateaufläche ein typisches Landschaftslement
in der Nationalparkregion Sächsische Schweiz.
Der
als Naturschutzgebiet geschützte Fels und das umgebende
Landschaftsschutzgebiet bilden zusammen mit dem rechtselbischen
Nationalpark die Nationalparkregion Sächsische Schweiz.
Damit genießen wesentliche Teile des Naturraumes Elbsandsteingebirge
und angrenzende Bereiche der westlichen Oberlausitz sowie des
Osterzgebirges einen zusammenhängenden Schutz.
Flora
und Fauna des Elbsandsteingebirges der Sächsischen Schweiz...
Abhängig vom stark gegliederten Relief des Elbsandsteingebierges
wechseln gleichermaßen die Boden- und Klimaverhältnisse.
Tiefe und feuchte Schluchten, trockene Plateaus und Felsriffe,
sowie Täler mit wasserreichen Flüssen (Polenz, Kirnitzsch),
die aus dem Granitgebiet des Lausitzer Berglandes gespeist werden
bedingen zwar eine relativ artenarme aber sehr abwechslungsreiche
Pflanzenwelt, die z.B. sehr reich an Moosen und Farnen ist.
Ursprünglich
dominierten im Elbsandsteingebirge Mischwälder aus Eiche,
Buche, Kiefer und Weißtanne. Heute sind beim Wandern neben
naturnahen Waldbereichen häufig auch standortfremde Nadelforste
(Fichte, Lärche) zu beobachten.
Die Tierwelt der Sächsischen Schweiz zeichnet sich weniger
durch einen hervorragenden Artenreichtum, als vielmehr durch
eine gewisse Urwüchsigkeit aus. Die abgeschiedene,schwer
zugängliche Felslandschaft ist z.B. noch Lebensraum für
Luchs, Fischotter, Rothirsch, Schwarzstorch, Wander- und Turmfalke,
Uhu und Sperlingskauz.
...und
des Pfaffensteins
Die Felsenwelt des Pfaffensteins ist Lebensraum für viele,
auch seltene Pflanzen (z.B. Leuchtmoos) und Tiere (z.B. Waldkauz,
Waldohreule, Wanderfalke, Gartenschläfer, Steinmarder).
Am
Pfaffenstein finden sich auf kleinem Raum alle wesentlichen
Landschaftselemente der Sächischen Schweiz: feuchte Schluchten,
Klamme einerseits und andererseits Felstürme, -zinnen und
–nadeln.
Die
Strukturvielfalt der Felsenwelt wird von der Pflanzenwelt widergespiegelt.
Die Trockenheit der besonnten Felsen und die geringen Feinerdemengen
lassen auf den Felsen nur besonders angepasste Pflanzen wachsen:
Flechten, Moose und andere Pflanzen mit hoher Dürreresistenz
sind hier zu finden. In den Schluchten und Riffen bilden sich
dagegen Wasserreservoire – es ist dort feucht, Feinerde
sammelt sich an und somit nimmt die Artenvielfalt zu.
Die
Tierwelt ist ebenso an die extremen Standorte angepasst. Neben
„Allerweltsarten“ die die verschiedenen Lebensräume
z. T. ganzjährig nutzen, finden wir auch Arten mit hohem
Spezialisierungsgrad. So nutzen Fledermäuse die Spalten
und Höhlen als Schlafplätze, Haselmäuse und Siebenschläfer
suchen trockene Plätze ihre Wochenstuben. Der Wanderfalke,
eine besonders störempfindlicher Vogelart, findet ideale
Nist- und Brutbedingungen.
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